Leidenschaft ist kein Zustand, sondern ein Weg - bei mühlböck küche.raum ist sie von Beginn an Antrieb, Kompass und Maßstab zugleich. Ein Weg, gepflastert mit handwerklicher Neugier, hoher gestalterischer Sensibilität und dem tiefen Wunsch, Räume zu schaffen, die mehr einen Ausdruck von Haltung darstellen als als eine reine Funktion.
Der Ursprung des Weges von mühlböck küche.raum liegt im Jahr 1988 - denn damals fällt die bewusste Entscheidung, das Rüstzeug für Handwerk und Interieurgestaltung von Grund auf zu erlernen. Nicht als Abkürzung, sondern als Fundament. Zehn Jahre später beginnt der eigene Weg mit ersten Schritten, ersten Rückschlägen, einem bewussten Wiederaufstehen und konsequentem Weitergehen. Lernen durch Tun, durch Scheitern und durch Erfahrung.
Diese Erfahrungen werden ab dem Jahr 2000 international vertieft - Architektur wird in der Schweiz und in Italien nicht nur studiert, sondern gelebt. Proportion, Material, Raumgefühl – all das prägt nachhaltig. 2001 folgt mit der Entdeckung ungenutzter Räumlichkeiten im Schloss Neuhaus ein entscheidender Moment: Ein Ort mit Geschichte wird zum Ort des kreativen Schaffens. Büro und Schauraum entstehen und mit ihnen die Erkenntnis, dass bestehende Küchensysteme den eigenen Anspruch nicht erfüllen können. Die Konsequenz daraus? Die Entwicklung eines eigenen Systems.
Die Premiere der Küche typ 4.2 wird zum Bestätigungsmoment. Nicht als Endpunkt, sondern als Anstoß, den eingeschlagenen Weg kompromisslos weiterzugehen. Zwischen 2001 und 2008 prägt mühlböck küche.raum die nationale Design- und Architekturszene mit eigenständigen Präsentationen wie typ 4.2, barrique, anno 08 oder backstage – von Wien über die Hofburg bis ins Semperdepot. Parallel wird Schloss Neuhaus zum kulturellen Treffpunkt: Events wie Wohnen in Bewegung oder Einblicke verbinden Design, Architektur und Dialog.
In diesen Jahren wächst nicht nur die Marke, sondern auch die Rolle: vom Gestalter zum kompetenten Partner für ganzheitliche Raumkonzepte, für die Auswahl und den Handel außergewöhnlicher Designmöbel. Die Auseinandersetzung mit Design wird vertieft – unter anderem durch das Projekt IDEA (Design Awareness) an der Kunstuniversität Linz (2003–2004), das Querdenken nicht nur erlaubt, sondern fordert.
2005 markiert einen Meilenstein: ausgereiftes technisches Know-how, eigens entwickelte Verarbeitungstechniken und komplexe Aufgabenstellungen führen konsequent zur Gründung einer eigenen Manufaktur in St. Martin im Mühlkreis. Hier entsteht Pionierarbeit: die weltweit erste Keramikküche, die Funktion, Ästhetik, Haptik und Nachhaltigkeit auf Augenhöhe vereint. Der Wohndesign-Award 2005 bestätigt diesen Anspruch. In den folgenden Jahren wird zwischen 2007 und 2014 die Präsenz weiter ausgebaut – mit Standorten in Linz, Schloss Mühldorf und Wien. Parallel wird die Technik weiterentwickelt, insbesondere in der Keramikverarbeitung. 2014 folgt mit dem Ladesystem Dentro ein weiteres Element der gestalterischen Eigenständigkeit. Mit mühlböck back home kehrt man bewusst an den Ursprung im Schloss Neuhaus zurück.
Auszeichnungen begleiten diesen Weg, definieren ihn aber nicht: 2015 mit dem Möbel & Design-Guide Award als bestes Küchenstudio und 2016 mit der Aufnahme des von Martin Mühlböck gestalteten Privathauses unter die 50 besten Häuser des Jahres. Entscheidender ist jedoch die inhaltliche Vertiefung: Ab 2017 rückt Nachhaltigkeit in den Fokus. In Kooperation mit der Kunstuniversität Linz entsteht die ressourcenschonende Küche [artgerecht] – begleitet von einem Wettbewerb zur Gestaltung eines mobilen Hühnerhauses. Design wird hier bewusst erweitert, gesellschaftlich gedacht und diskutiert.
Die Ausstellung von [artgerecht] und [artgerecht II] im MAK, mehrere Austrian Interior Design Awards in den Jahren 2018, 2019 und 2021, internationale Anerkennungen und technische Innovationen wie der Faltdrehtür-Beschlag Isidor M unterstreichen die kontinuierliche Weiterentwicklung. Mit Lenya und später #relief.1657 entstehen Küchen, die Reduktion, Materialität und Tiefe verbinden.
2021 steht ganz im Zeichen von 20 Jahren mühlböck küche.raum im Schloss Neuhaus. 2023 wird der Schauraum um weitere 200 m² erweitert und die ehemalige Herrschaftsküche wird Teil der Gegenwart. #relief.1657 wird mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Big See Award, dem German Design Award und dem Iconics Award 2025.
Was bleibt, ist kein linearer Erfolgsbericht, sondern die Geschichte eines konsequenten Weges. Einer Haltung, die Handwerk ernst nimmt, Design nicht trennt und Räume schafft, die Bestand haben. Leidenschaft – nicht als Schlagwort, sondern als tägliche Entscheidung.