WILDE VIENNA: Wo Wiens Geschichte auf mutiges Design trifft

von Alexandra Otto 07/07/2026
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WILDE VIENNA: Wo Wiens Geschichte auf mutiges Design trifft

Interior Designerin Stephanie Barba Mendoza gestaltete die öffentlichen Räume des Wilde Vienna Fleischmarkt im historischen ehemaligen Postgebäude im ersten Bezirk, das vom Geist der Secession, der Wiener Kaffeehauskultur und dem Wort "Stuben" inspiriert ist.

Für die Gestaltung der öffentlichen Bereiche im Wilde Vienna war die renommierte Interior Designerin Stephanie Barba Mendoza verantwortlich. Ihre Vision: ein Haus, das die große Wiener Vergangenheit nicht konserviert, sondern neu erzählt - warm, kunstvoll, kosmopolitisch und mit einem feinen Gespür für die rebellische Kreativität der Stadt.

Schon der Name des Viertels liefert eine zentrale Inspiration: "Stuben" steht für Wohnzimmer, Nähe und Zusammensein. Barba Mendoza übersetzt diese Idee in zeitgemäße Stadträume - Orte, an denen man ankommt, bleibt, entdeckt und ins Gespräch kommt. Lobby, Shop, Restaurant und Innenhof wirken wie eine moderne Mélange aus Salon, Kaffeehaus und Cultural Hangout. Über das gesamte Erdgeschoss hinweg entsteht so ein spannender Dialog aus historischer Architektur, kraftvoller Farbpalette, reichen Texturen, kuratierter Kunst und einer bewussten Mischung aus neuen, maßgefertigten sowie gefundenen Stücken. Wiener Kaffeehauskultur wird dabei nicht nostalgisch zitiert, sondern mit einem frischen Blick neu gedacht - elegant, urban und voller Persönlichkeit.

Der Möbelmix ist bewusst vielschichtig: Maßgefertigte Teile - vom Leder-Rezeptionstisch über Messing-Couchtische in der Lobby bis zu gepolsterten Sitzmöbeln und Banquettes - treffen hier auf gefundene Objekte wie Vintage-Thonet-Stühle, Leuchten und dekorative Stücke. Ein Highlight im Restaurant sind die Barleuchten als beeindruckende Reproduktion eines Adolf-Loos-Designs von Woka, den Wiener Spezialist:innen für Restaurierung und Reproduktionen aus der Secession-Ära. Im Brasserie Restaurant Rascal verdichten sich die Designelemente zu einer Atmosphäre, die elegant und gleichzeitig ungezwungen wirkt. Skulpturale Messing-Wandleuchten, rote und blaue Lederbezüge, polierte Holztische, grafische Schachbrettmotive und kunstvolle Fräsarbeiten an der Bar greifen Referenzen der Wiener Secession auf - und holen sie ins Jetzt. Gepolsterte Bankette schaffen intime Momente; textile Details spielen mit der Idee klassischer Cafévorhänge und österreichischer Raffrollos.

Kunst zieht sich als roter Faden durch das Haus und macht Wilde Vienna mehr zum kuratierten urbanen Salon als zum klassischen Hotel. Besonders im Fokus stehen eine Wandmalerei des lokalen Wiener Künstlers Max Freund, starke Bilder des italienischen Architekturfotografen Giulio Ghirardi, farbenfrohe gewebte Tapisserien der französischen Textilkünstlerin Mathilde Felter, lyrische Malereien des aus Brighton stammenden Joseph Dilnot sowie kraftvolle abstrakte Öl-Leinwände der britischen Künstlerin Isabelle Carr.

Last but not least wird der Innenhof als neuer Treffpunkt des Stubenviertels aktiviert, denn hier befindet sich das Museum of Change, Wiens erstes digitales Kunstmuseum, das historische Architektur mit immersiver, sich ständig wandelnder digitaler Kunst verbindet.

www.wilde.com